Heute „Klassenkampf von oben“ mit @Natascha_Strobl auf der ORF-Bühne der Buch Wien. Weit geht es am 28. 11. ab 18:00 Uhr in der Bibliothek der Arbekterkammer Wien.

Er ist ein Architekt, der nur an Arbeit denkt, aber wohoo seine Familie erwartet, dass er Weihnachten ausrichtet. Was wird er tun? Da läuft er in eine wunderschöne aber auch echt süße Frau, die „Holiday decorater“ ist. Wird er die wahre Bedeutung von Weihnachten neu entdecken? Was wird die Familie sagen? Bekommt er zu Weihnachten auch noch die echte, einzige, wahre Liebe geschenkt? Wir sind gespannt.

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Ich ess jetzt Spinatpizza, trink Radler und schaue einen super seichten, super kitschigen Weihnachtsfilm. Ich hab sturmfreie Bude und plane diesen Umstand aufs Äußerste zu nutzen.

„Österreichs antifaschistische Jeanne d‘arc“ nie hat mich jemand schöner porträtiert als der ÖVP-nahe-Krawall-Block.

Jedes Jahr schaffen wir es, dass alle Wünsche erfüllt werden. Letztes Jahr bin ich noch am 22. los und hab Kopfhörer besorgt, die gemeinsam gesponsert wurden - schaffen wir das auch dieses Mal? Gemeinsam Wünsche für Leute erfüllen, die es nicht so leicht haben:
wichtelchallenge.at

Wichtig ist die Vorbedingungen nicht zu legen. Wer vermittelt, dass es “schon vorbei” ist und es jetzt nur noch drum geht, dass man selbst (das eigene Land etc) möglichst glimpflich davon kommt, gibt nicht nur ganze Teile der Welt auf, sondern öffnet auch das Tor für autoritäre Lösungen.
Danke fürs Lesen.

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Ich kann das jetzt noch weiter im Detail ausführen, aber ihr bekommt eine Idee. Die Bedingung, dass dieses Denken groß wird ist, dass breit akzeptiert ist, dass man nichts mehr tun kann und es jetzt nur noch drum geht sich selbst zu retten, weil man nicht alle retten kann.
Es klingt zu absurd, zu apokalyptisch, zu gewalttätig, zu faschistisch als dass es mehrheitsfähig wird? Ich möchte diese Theorie ehrlich gesagt nicht austesten. Flüchtlingskrise und Pandemie haben gezeigt wie dünn die Schicht der Zivilisation ist.

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Eine Akzeptanz u sogar Affirmation bedeutet, dass man sich im nächsten Schritt auf Verteilungskämpfe einstellt. Das tut die extreme Rechte. Auf der ideologischen Basis des Ecofascism geht es ganz konkret darum, d ca 500 Millionen- 1 Mrd Menschen überleben können/sollen. Europa+.
Hier greifen Ecofascism “großer Austausch” und “Great reset” in einander: Damit Europa (= die “Weißen”) überlebt, müssen (!) die Anderen sterben. Ein weltweiter Verteilungs-Endkampf entlang von imaginierter “Rasse” und Kultur. Faschismus ist ein apokalyptischer Todeskult.

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Dieser Ecofascism will nicht die Klimakatastrophe bekämpfen, sondern ihre Auswirkungen autoritär und faschistisch bewältigen. Die ideologische Legitimation: metaphysische Aufladung der Natur. Natur als Wert an sich. Der Mensch nicht als Teil der Natur, sondern als “Parasit”.
Dementsprechend ist es in diesem Denken gar nicht schlecht, wenn “die Natur sich wehrt” und die Menschen los wird. Hier gibt es eine Obsession mit Geburtenraten und Überbevölkerung. Es geht darum, dass es unausweichlich ist, dass viele Menschen sterben, es geht nur darum wer.

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Das bringt sie in eine Zwickmühle, weil ernstliche Bekämpfung der Klimakatastrophe wurde ein globales Denken voraus setzen und würde bedeuten erst auf die besonders betroffenen Gebiete im globalen Süden zu schauen. Und Prioritäten ändern. Das geht nicht zusammen.
Also wird Folgendes gemacht: die Klimakatastrophe wird als unausweichlich akzeptiert und sogar affirmiert. Dieser Strang des Neofaschismus nennt sich “Ökofaschismus” (jaja ich weiß, im Deutschen gern als Diffamierung gegen Klimaschützer verwendet)

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Die extreme Rechte hat kein tragbares Konzept zur Bekämpfung der Klimakatastrophe. Nichts. Es passt nicht in ihre Ideologie. Kein Bezug, kein Konzept. Vor ein paar Jahren habe ich was dazu geschrieben. moment.at/story/warum-sind-rec
Leugnung und dann die Relativierung sind also die Strategien. Gibts nicht, ist nicht so schlimm, hat es immer gegeben. Und der Gegenangriff gegen die, die was machen. Klima-RAF und so weiter. Soweit, so bekannt. Diese Position ist aber mit fortschreiten der Krise nicht zu halten.

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Was bedeutet es aber die Klimakatastrophe als “unausweichlich” zu akzeptieren und den Fokus auf Anpassung zu setzen? Nun, ich kann eine Vorschau geben was es politisch für die extreme Rechte bedeutet - es ist nämlich genau das Einfallstor, das sie brauchen.

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Frau Schneider erklärt, dass die Bekämpfung eine Sackgasse ist und man sich jetzt lieber auf Anpassung konzentrieren soll. Sie kreiert damit eine falsche Dichotomie. Als ob nur eines ginge, als ob nicht beides längst passieren würde. Darum geht es nicht, sondern, das zeigt die seltsame Obsession mit Luisa Neubauer, es geht darum jene zu diskreditieren, die die Klimakrise bekämpfen. Der Subtext ist: die bringen nix weiter, wir brauchen jetzt realistische Antworten statt diesen Träumern. Ich hab die Lösung.

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Es musste so kommen. Die Klimakatastrophe als “unvermeidlich” akzeptieren ist ein qualitativ wichtiger Schritt. Von “naja wird nicht so schlimm” zu “Huch, jetzt ist es so” geht es schnell. Das ist gefährlicher als es scheint und öffnet ein Einfallstor für die extreme Rechte. Kurzer Exkurs

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Liebe Leute, ich werde hier meinen Thread zu Ökofaschismus rüber kopieren. Ausgangspunkt ist dieser Auftritt von Frau Schneider bei Meischberger, wo sie meint statt Klimakrise bekämpfen soll man sich anpassen. Das ist ein Problem. Ich erkläre warum twitter.com/maischberger/statu

Der Thread zu Ökofaschismus kommt auch noch hier. Ich brauch nur ein paar Takte länger, weil ich eigentlich ein Buch zu Ende schreiben sollte.

Gute Gespräche mit der 3Jährigen.
Ich: und? Wie war’s heute?
Sie: (seufzt) (schaut mich ernst an) Heute war mein Tag ein bisschen (unbestimmte Geste)

Ich fühl das.

"Ich begreife nicht wie jemand mit durchschnittlicher Intelligenz etwas anderes als Sozialist werden kann, wenn er sich mit den Widersprüchen der amerikanischen Gesellschaft durch eigene Anschauung bekannt gemacht hat. Es ist offensichtlich, daß ich in Amerika nicht durch das Lesen sozialistischer Schirften zum Sozialisten wurde, sondern durch den Anblick der hungernden Arbeitslosen in den Parks." - Halldór Laxness

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